MICHAEL JUNGE

Acrantophis dumerili |Acrantophis madagascariensis | Boa constrictor | Morelia viridis Python regius

eMail: junge-michael@arcor.de
Boa constrictor


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Wer kennt es nicht – das Dschungelmonster aus zahlreichen Hollywood-Schinken...Und da diese Schlange ein so Menschen mordendes Ungetüm ist, wird sie natürlich besonders gern von den Produzenten und Regisseuren „gecastet“ und dem unwissenden Zuschauer als „Riesenanakonda“ oder „Riesenpython“ untergejubelt... Leider werden durch diese Massenverdummung Hass und Ekel und die Furcht vor diesen Tieren nur noch mehr geschürt. Was ist dran an all dem? Sicher, die „Boa“ gehört tatsächlich mit über 5 Metern Länge zu den „Riesen“ unter den Riesenschlangen, die durchaus auch die Kraft besitzt, einen Menschen zu töten. Aber welche Schlange vergeudet unnütze Kraft und Energie an einen Feind, den sie dann gar nicht fressen kann, weil beim breiten Schultergürtel des Menschen einfach Schluss ist. Und die Boa „weiß“ das, denn der Mensch gehört tatsächlich nicht in ihr Beutespektrum. Außerdem ist die Boa aufgrund ihrer Größe und ihres enormen Gewichts keine Jägerin, sondern eine Lauerin, die in ihrem gut getarnten Versteck auf das vorbeilaufende Beutetier wartet und dann blitzschnell, quasi von Null auf Hundert, zuschlägt. Deshalb ist es ja so schwer, Schlangen in freier Wildbahn zu beobachten, weil man sie eben nicht sieht... Das wirklich gefährliche an diesem Fakt ist lediglich, dass man bei einem versehentlichen Tritt auf ein solches „Versteck-Tier“ aus Verteidigung angegriffen, das heißt, gebissen wird. Und das ist allerdings sehr unangenehm, weil alle Schlangen zum Festhalten ihrer Beute nach hinten gerichtete, nadelartige Zähne besitzen, noch dazu in großer Zahl. Wenn man nun, so wie ich, Boas als Haustiere pflegt, müssen natürlich gewisse Verhaltensregeln beachtet werden, damit es eben nicht zu Unfällen kommt, die grundsätzlich vom Menschen verschuldet werden. 


Aber was sind das doch für majestätische Geschöpfe:



Oder etwa nicht? 


Das ist meine Rena, inzwischen fünf Jahre alt mit einer Länge von gut drei Meter und einem Gewicht von gut 12 Kilogramm. Herrlich! Und wie friedlich sie ist. Natürlich stehen nun keine Mäuse mehr auf dem Speiseplan, sondern ausgewachsene Ratten und Meerschweinchen, von denen sie gerade eines verspeist: Das ist schon ein gewaltiger Anblick, nicht wahr? Wenn ich bedenke, wie klein sie war, als ich sie bekam im Alter von einem halben Jahr mit einer Länge von etwa einem halben Meter, und was sie in den vergangenen fünf Jahren an Größe zugelegt hat. Und dabei habe ich sie nicht überfüttert, denn bei der oben schon erwähnten Trägheit geschieht es sehr schnell, dass diese majestätischen Tiere verfetten. Nun hoffe ich, dass Rena inzwischen geschlechtsreif ist und vielleicht noch in diesem Jahr beginnt, sich von ihren Verehrern umwerben zu lassen. 


Ja, Sie haben richtig gelesen: es gibt auch noch zwei Männer in ihrem Leben, von denen zumindest der eine schon einmal sein Glück, vorerst zwar vergeblich, versucht hatte. Ich lasse mich gern überraschen...Verweilen Sie doch bitte noch einen Moment beim Anblick der beiden Boa-Männer, ehe Sie einen anderen Button meiner Seite drücken:

Hier sehen Sie den „Spitznase“, ein außergewöhnlich schön gezeichnetes Tier mit leichtem Silberton und Sattelflecken, die an Flughörnchen erinnern, rechts den „Imperator“, wegen seiner königlich-rötlichen Färbung und dem Kreuz auf der Nase von mir so getauft.



Ich habe mich absichtlich nicht mit wissenschaftlichen Abhandlungen herumgequält, da ich der Meinung bin, dass das andere besser können als ich, zumal diese Halter und Züchter langjährige Pflege- und Zuchterfahrungen besitzen. Deshalb will ich Sie an dieser Stelle weiterführen auf die Homepage der Familie Erika und Hermann Stöckl, auf welcher Sie neben allem Wissenschaftlichen auch noch Ungeheures über die verschieden Unterarten der Boa-constrictor-Familie erfahren werden. Viel Spaß! 

An dieser Stelle, wie gewohnt, der Verweis auf Literatur und interessante Homepages einschließlich der Bitte um Ihre ehrliche Meinung...


Literaturhinweise:
    Herrmann u. Erika Stöckl: 
  • Abgottschlangen

  • Boa constrictor
    bede-Verlag, Ruhrmannsfelden 1996


    Glen Drewnowski: 
  • Königsboas

  • Boa constrictor im Terrarium
    bede-Verlag, Ruhrmannsfelden 1996

    Stefan Binder: 

  • Boa constrictor 2002

  • Natur- und Tier Verlag GmbH
Homepage der Familie Stöckl:
www.boaconstrictor.de


Weitere Empfehlungen:
www.boa-constrictor.de

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